Ein letzter Brief an meine unerwiderte Liebe

Dies ist eine Ergänzung zu der Sammlung von Briefen, die ich für dich geschrieben habe und hoffentlich wird dies auch der Letzte sein.

Es sind schon viele Monate vergangen, seit denen wir nicht zusammen sind und ich habe dich noch nicht vergessen. Ich denke ständig an dich. Ich dachte, ich könnte jetzt, da du weit weg bist, über dich hinwegkommen, aber ich lag völlig daneben.

Ich entschied mich dafür, auf dich zu warten, obwohl ich tief im Inneren weiß, dass mich das, was ich tue, nur mehr zu einer Idiotin macht. Ich habe mich entschieden, an all die Schwierigkeiten, die wir hatten, zu denken und anstatt sie zu vergessen, wurden sie zu meinem Hauptgrund, dich wiederzuerobern.

Ich denke immer wieder daran: „Was wäre, wenn er mich wirklich mögen würde?“ „Soll ich einfach aufgeben?“ „Warum kann ich dich nicht vergessen?“ „Bin ich so dumm, um die Wahrheit zu akzeptieren?“ „Gab es nie eine Chance für uns?“

So viele Fragen, aber nicht einmal habe ich eine Antwort bekommen. Ich will diese Antworten wissen, weil sie mir vielleicht helfen würden mit meinem Leben weiterzumachen. Aber ich kann nicht fragen. Ich kann diese Antworten nicht wissen, weil ich Angst habe, dass ich mehr verletzt werde, als ich es bereits bin.

Ich habe Angst, dass ich mich trotz allem wieder für dich entscheiden werde. Ich habe Angst davor, was als Nächstes passieren könnte, nachdem ich die Wahrheit über uns herausgefunden habe. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich wirklich glücklich wäre, wenn ich endlich loslassen könnte.

So sehr ich dir und deinen gemischten Signalen auch die Schuld geben möchte, ich kann es einfach nicht tun. Weil dies nicht deine Schuld ist, nicht wahr? Es ist alles meine Schuld. Es war ja schon immer alles meine Schuld, nicht wahr? Doch da liegst du falsch.

Wenn du mir nur von Anfang an die Wahrheit gesagt hättest, wäre ich dir nicht so nahe gekommen. Ich hätte es nicht zugelassen, mich noch mehr in dich zu verlieben.

Ich hätte den Schmerz und die Unbeholfenheit verhindern können, die kamen, nachdem ich die Wahrheit herausgefunden hatte. Ich hätte mich nicht in den Schlaf geweint. Ich hätte dich nicht genervt und nicht mein Bestes gegeben, um dir meine Gefühle zu zeigen.

Aber ich gebe zu, dass auch ich für viele Dinge verantwortlich bin. Ich weiß, dass es keine Hoffnung für unsere Beziehung gab, aber trotzdem habe ich dir all meine Aufmerksamkeit geschenkt. Ich schrieb dir Briefe, obwohl ich es nicht hätte tun sollen. Ich sagte dir, was ich fühle, obwohl ich wusste, dass meine Gefühle wahrscheinlich einfach vernachlässigt oder ignoriert sein würden.

Ich erlaubte mir, dich besser kennenzulernen und am Ende – schau, wo mich das hingebracht hat.

Wir sind beide schuld. Aber warum fühlt es sich so an, als wäre ich die Einzige, die einen Fehler gemacht hat? Warum habe ich jedes Mal, wenn ich mit dir rede, das Gefühl, dass ich dich nerve? Warum gehst du jedes Mal, wenn ich versuche, dir näherzukommen, weiter weg von mir? Warum habe ich jedes Mal, wenn ich mir Mühe gebe, das Gefühl, dass die Distanz zwischen uns immer größer wird?

Ist es normal, dass ich mich so fühle? Ist das eine Strafe dafür, weil ich einigen Männern in der Vergangenheit das Herz gebrochen habe? Wenn es so ist, dann nehme ich die Strafe an, weil ich sie nämlich verdiene. Aber trotzdem tut es immer noch weh…

Ein letzter Brief an meine unerwiderte Liebe

Es tut weh, mit meinem Leben weiterzumachen und dann zu erkennen, dass ich es doch nicht kann. Es tut weh, weiter vorwärtszugehen und mich dann plötzlich zurückzuziehen. Es tut weh, jemanden zu lieben, der meine Bemühungen schätzt, aber trotzdem meine Gefühle nicht erwidern kann. Es tut weh, dich glücklich zu sehen, obwohl ich weiß, dass du es sein solltest.

Es tut weh zu wissen, dass du traurig bist und ich nicht einmal etwas dagegen tun kann. Es tut weh, dass ich immer noch an deiner Seite sein will, auch wenn das unmöglich ist. Es tut höllisch weh, du verdammter Idiot.

Um es noch schlimmer zu machen, liebe ich dich immer noch, trotz des Schmerzes, den ich empfinde. Ist dieser Schmerz ein Zeichen dafür, dass ich einfach aufgeben sollte? Bin ich wirklich bereit, die zwei Jahre des Wartens wegzuwerfen? Hatte unsere Liebe nie wirklich einen Wert?

Wie idiotisch. Nein, ich rede nicht von dir, sondern von mir selbst. Ich spreche von mir, derjenigen, die Tränen vergossen hat und deren Herz gebrochen wurde, aber immer noch beschließt, sich an dich zu binden. Ich spreche von mir, derjenigen, die immer dann lächelt, wenn sie deinen Namen hört und sich dann sofort wegen der Vergangenheit traurig fühlt.

Ich spreche von mir, von derjenigen, die den Mut hat, sich dir zu nähern, aber tief im Inneren befürchtet, dass sie wieder verletzt wird. Von derjenigen, die ständig auf den Tag wartet, an dem du ihr sagen wirst, dass du das Gleiche für sie empfindest. Ich spreche von mir, derjenigen, die dich so sehr liebt, dass sie bereit ist, ein Gespräch zu beginnen, Briefe zu schreiben und Bilder zu posten, nur damit du sie bemerken kannst.

Am meisten spreche ich von mir, die sich selbst verloren hat, während sie hinter dir her war. Sie hat sich selbst verloren. Ich habe mich selbst verloren. Doch ich fand mich selbst wieder. Und jetzt fühle ich mich, als würde ich mich wieder verlieren. Ich bin dabei, mein Herz zu verlieren und alles, was ich so sehr versucht habe, unberührt zu lassen.

Ich weiß nicht, ob es die Herausforderung, die Ausreden, die gemischten Signale oder einfach meine Dummheit ist. Aber egal, wie sehr ich es versuche, ich kann dich nicht vergessen. Ich kann nicht den Tag vergessen, an dem wir uns das erste Mal unterhalten haben. Ich kann nicht den Tag vergessen, an dem du mich zum ersten Mal begrüßt hast.

Den Tag, an dem du mir zum ersten Mal zugewinkt hast. Den Tag, an dem du mich gemieden hast. Den Tag, an dem du mich so sehr zum Lachen gebracht hast, dass ich nur Glück gespürt habe. Den Tag, an dem du mir das Gefühl gabst, einsam zu sein. Den Tag, an dem wir zum ersten Mal ein gemeinsames Bild machten. Den Tag, an dem ich dir einen Brief geschrieben habe.

Ich gab dir einen Brief in der Hoffnung, dass ich dadurch die kleinen Dinge, die mich an dich erinnern, auslöschen kann. Der letzte Tag, an dem ich versuchte, an dich zu denken, war der Tag, an dem du sagtest, dass wir unsere Träume verwirklichen sollten. Ich war wirklich glücklich, denn ausnahmsweise hast du auch mal an mich gedacht. Ich fühlte mich besonders. Deshalb habe ich mich dafür entschieden, die Dinge so zu lassen, wie sie sind.

Tage, Wochen und Monate sind vergangen. Ich denke immer noch an dich, aber nicht mehr so oft wie früher. Und mit der Zeit, weil wir nicht mehr in derselben Stadt leben, begann ich, andere Männer zu bemerken. Ich fing an, jemand anderen zu mögen. Aber weißt du was? Deinetwegen hat sich mein Herz entschieden, sich zu schützen. Ja, ich mag einen anderen Mann.

Und um ehrlich zu sein, er ist fantastisch und viel besser als du. Aber ich kann ihm nicht wie dir meine Gefühle offenbaren. Ich habe das Gefühl, wenn ich sage, dass jemand anderes besser ist als du, dann beleidige ich dich. Ich habe das Gefühl, dass ich dich auf irgendeine Weise verletzen würde. Ich habe das Gefühl, als hätte ich es nicht geschafft, dich zu verteidigen. Aber in Wirklichkeit habe ich es nicht geschafft, mich selbst zu schützen.

Ich mag einen anderen Mann. Aber ich will mich nicht mehr binden. Ich möchte nicht mehr die Dinge tun, die ich für dich getan habe. Ich habe nicht mehr die Absicht, alles für jemand anderen zu tun. Und weißt du warum das so ist? Weil ich Angst habe.

Ich bin müde. Ich fürchte, dass sich die Erfahrung, die ich mit dir gemacht habe, mit jemand anderem wiederholen wird. Ich habe Angst davor, mich zu bemühen, weil ich nicht sehen will, wie mich andere Menschen wegen einem anderen Mann verurteilen.

Ich habe Angst, dass, wenn ich mir Mühe gebe, die Dinge kompliziert werden, so wie sie es bei uns beiden waren. Verstehst du, was ich meine? Im Moment fühle ich mich so. Ich habe dir so viel von mir gegeben, dass ich jetzt nicht mehr die beste Person sein will, die ich für einen anderen Mann sein kann. Ich will nicht mehr meine Aufmerksamkeit einem anderen Mann schenken.

Du kannst mir sagen, dass ich besessen bin. Du kannst mich dumm nennen. Du kannst mich hassen, so viel du willst. Aber du kannst meine Gefühle nicht ändern. Und das ist es, was ich am meisten hasse. Ich bin bereit, Kritik anzunehmen, aber warum bin ich so dagegen, die starken Gefühle, die ich für dich habe, zu begraben?

Wenn du die Antwort kennst, dann sag sie mir bitte. Es wäre sogar besser, wenn du diese Gefühle wegnehmen und komplett wegwerfen könntest. Ich würde es viel mehr schätzen, wenn du mich ignorieren würdest, anstatt auf meine Nachrichten zu antworten. Ich würde es mehr schätzen, wenn du mit mir streiten würdest, als immer freundlich und hilfsbereit zu sein. Es wäre sogar am besten, wenn du mir sagen würdest, ich solle mich von dir fern halten, anstatt Dinge zu tun, die mich zum Bleiben bringen. Denn vertrau mir, ich bin erschöpft von all dem Scheiß.

Ich weiß nicht mehr, was ich sagen soll, weil ich bereits mehr als tausend Worte gesagt habe. Dennoch reichen Worte nicht aus, um dir zu sagen, wie ich mich wirklich fühle. Ich fühle mich müde, verletzt, glücklich, traurig, verärgert, wütend und verwirrt. Ich fühle Liebe und Hass. Aber das sind nicht die Worte, nach denen ich suche. Das Wort nach dem ich strebe, ist „gefühllos“.

Ich will nichts mehr für dich fühlen, aber wie soll ich das hinbekommen? Wenn du es weißt, dann sag es mir bitte. Sag es mir, damit ich endlich die Fäden durchschneiden kann, die mein Herz und meine Seele mit dir verbinden…

Ein letzter Brief an meine unerwiderte Liebe

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