10 Dinge, die die Menschen nicht bemerken, weil du gerade aus einer depressiven Phase herauskommst

Du hast dich die letzten paar Wochen versteckt, weil du dich zurückgezogen hast. Du hast deine Tage damit verbracht, zu schlafen, Fast Food zu essen und hast ständig deine Lieblingsserie geschaut. Doch dann hast du endlich angefangen, aus der Dunkelheit herauszukommen und die Dinge schienen etwas stabiler zu sein. Deine Depressionen fingen langsam an zu verblassen.

Vielleicht hat das niemand bemerkt. Vielleicht hast du es geschafft mit deinen kleinen Notlügen deine Freunde zu täuschen. Nun jetzt, da du versuchst aus diesem Loch herauszukommen und dich langsam an die Oberfläche zu bewegen, gibt es einige Dinge, die du tust, die die Menschen vielleicht nicht bemerken, weil du dich von deiner depressiven Phase erholst.

1. Dein Schlafverhalten hat sich geändert.

Jahrelang bist du zur gleichen Zeit ins Bett gegangen und zur gleichen Zeit wieder aufgewacht. Doch vor etwa zwei Wochen hat sich das geändert und du hast angefangen, viel mehr Zeit im Bett zu verbringen und versucht, dich noch ein paar Stunden von der Außenwelt zu distanzieren. Leider auch jetzt, wo du dich „besser“ fühlst, dauert es noch einige Zeit, bist du wieder deinen Rhythmus finden kannst. Möglicherweise bist du Tagsüber sehr überfordert und machst ein Nickerchen, aber das gibt dir das Gefühl, dich energisch zu fühlen und lange wach zu bleiben. Wenn niemand merkt, dass du deprimiert bist, dann werden sie auch dein seltsames Schlafverhalten wochenlang nicht bemerken, oder?

2. Du bist plötzlich sehr sentimental geworden.

Auf einmal meldest du dich bei deinen Freunden, indem du dich nach ihrer Aufmerksamkeit sehnst, nachdem du dich für ein paar Wochen von ihnen isoliert hast. Du schreibst ihnen jeden Tag Nachrichten, nur um dich bei ihnen zu melden, oder schreibst einen langen Brief, in dem du ihnen offenbarst wieviel du sie vermisst. Manchmal neigst du auch dazu sie sehr stark zu umarmen. Jeder von ihnen mag denken, dass du einfach nur besonders liebevoll bist, aber du weißt, dass die Wahrheit ganz anders ist. Und zwar bist du dankbar, dass du diejenigen Menschen, die du liebst, nicht verloren hast und willst, dass sie wissen, wie viel sie dir bedeuten, falls du es das nächste Mal nicht aus dem Tief heraus schaffst.

3. Du wirst leicht emotional.

Du hast dich vielleicht noch nicht vollständig stabilisiert und deswegen hast du immer noch Stimmungsschwankungen. Manchmal passiert es, dass dich manche Dinge mehr als normal zum Weinen bringen, oder dass du plötzlich „einen Moment brauchst“, um dich zu beruhigen, wenn du dich wütend oder ängstlich fühlst. Laute Musik oder andere Geräusche verwirren dich, manche Informationen versuchst du länger als üblich zu verstehen und wenn du einen kleinen Fehler machst, fühlst du dich grausam. Doch diese Zeichen bemerkt keiner außer dir.

4. Dein Appetit schwankt sehr.

An einem Tag hast du einen so großen Appetit, dass du alles essen könntest, was dir in den Sinn kommt, doch dann verbringst du die nächsten zwei Tage damit, fast nichts zu essen. Es kommt vor, dass du beim Anblick einer Mahlzeit großen Appetit bekommst, doch wenn du ein oder zwei mal zubeißt, kannst du nicht mehr essen. So sieht die Welt für dich aus, wenn du aus einer schlechten Phase herauskommst: Die Farben sehen verschwommen aus, die Gerüche sind weniger intensiv und alles um dich herum wirkt schlechter als sonst.

5. Du fängst an motivierende Nachrichten auf Sozialen Netzwerken zu posten.

Normalerweise bist du eine sehr offene Person. Doch wenn du dich schlecht fühlst zeigt du das auch in den Sozialen Medien. Aber wenn du versuchst, zurück in die Realität zu kommen, suchst du nach Bestätigungen, motivierenden Zitaten oder kleinen Erinnerungen, von denen du glaubst, dass sie dich nach vorne bringen könnten. Du wirst dann so sehr von diesen positiven Beiträgen angetan, dass du dazu neigst, sie mindestens eine ganze Woche zu posten. Jeder sieht das als deine übliche Art, auf alle andere um dich aufzupassen, aber niemand merkt, dass all diese Motivationsbeiträge wirklich nur für dich bestimmt sind.

6. Du vermeidest es, allein zu sein.

Allein zu sein ist immer gefährlich für dich, besonders wenn du dich von einer depressiven Phase erholst. Du vermeidest es, den Leuten zu sagen: „Es ist nicht sicher für mich, allein zu sein“, aber du bemühst dich sehr bewusst, entweder Menschen in deiner Nähe zu haben oder zu wissen, dass du ihnen wenigstens eine Nachricht schreiben kannst, wenn du für eine gewisse Zeit allein bist. Menschen dienen sowohl als Ablenkung als auch als Sicherheitsnetz, so dass es wichtig ist, Menschen in der Nähe zu haben, wenn man hart daran arbeitet, sich zu verbessern.

7. Du hörst ständig Musik.

Eine der besten Möglichkeiten, Emotionen zu regulieren und zu kontrollieren, ist die Musik. Dir wurde gesagt, dass du Musik hören sollst, um achtsam, aktiv und mit Energie versorgt zu bleiben. Du liebst es die Musik aus den 90ern zu hören, weil diese Art von Musik dich glücklich macht. Wenn die Menschen mitbekommen, dass du diese Musik hörst, denken sie, dass du besonders gut gelaunt bist. Doch du versuchst damit deinen alltäglichen Stress abzubauen.

8. Du kaufst etwas Neues, auch wenn du es nicht wirklich brauchst.

Eine Shopping Therapie gibt es wirklich und dementsprechend nutzt du sie völlig aus. Auch nur Schaufensterbummel bringt dich aus dem Haus und ein neues Outfit ist genau das, was du brauchst, um dich nach der Depression wieder schön zu fühlen. Alle anderen denken nur, dass du dich somit sexy fühlen willst und deswegen schöpfen sie keinen Verdacht.

9. Du suchst nach etwas, dass dir Spaß macht.

Dein Therapeut sagte dir, dass du in der Gegenwart bleiben und deinen Gedanken freien Lauf lassen sollst, um positiv auf der Strecke zu bleiben. Das bedeutet, zu versuchen, sich immer mit etwas zu beschäftigen. Dir kann ein neues Hobby, eine neue Routine oder ein Handwerk, an dem du das Interesse verloren hast, während du deprimiert warst, helfen. Deine Freunde scheinen keinen Verdacht zu haben, weil du immer diejenige bist, die neue Dinge versucht.

10. Du machst etwas sauber.

Du bist stolz darauf, organisiert zu sein, aber das fällt gleich ins Wasser, sobald du in Depressionen versinkst. Du vermeidest alles, was dich überfordert und deine Energie ist so gering, dass selbst eine einfache Aufgabe wie das Einräumen der Geschirrspülmaschine eine Pause erfordert, nachdem du damit fertig bist. Wenn du dich aber erst einmal besser fühlst, hast du den Bedarf den ganzen Chaos, den du angerichtet hast, aufzuräumen. Du willst nicht einmal, dass die Menschen wissen, dass dein Haus unaufgeräumt war, denn das wäre peinlich für dich.

Depressionen können jeden Menschen jederzeit treffen. Während es einige typische Symptome geben kann, kann die Art und Weise, wie Depressionen bei jedem Menschen aussehen, sehr unterschiedlich sein. Das bedeutet, dass auch die Verhaltenszeichen der Heilung sehr unterschiedlich sein können. Diese 10 Zeichen sind alle sehr kleine Schritte und sie können wie normale Dinge erscheinen, die die meisten Menschen tun und meist unbemerkt bleiben. Selbsterkenntnis ist jedoch wichtig und deswegen kann es gut sein, wenn man an Depressionen leidet, über die Art und Weise nachzudenken, wie Depressionen auf einen Menschen wirken. Das Wissen dieser kleinen Schritte kann einen Unterschied in deinem Leben machen und sogar denen um dich herum helfen, zu erkennen, was du brauchst.