Es stimmt, ich denke immer noch an dich, aber ich will dich nicht zurück

Es kommen immer zarte Gefühle auf, wenn du mir in den Sinn kommst.

Ich versuche, mich nicht darauf einzulassen, ignoriere es und lasse es einfach zurück, weil ich denke, dass es vielleicht nur ein Teil der Nostalgie ist, die man bekommt, wenn man sich an etwas bestimmtes erinnert.

Dennoch gibt es Zeiten, in denen diese Gefühle mich dazu bringen, dumme Dinge zu tun, die ich später bereuen könnte; wie z.B. zu versuchen, dich in sozialen Netzwerken zu stalken, einen Blick auf deine Fotos mit deinen Freunden zu werfen um einfach zu sehen, was in deinem Leben passiert ist.

Ich weiß, dass, sobald ich dein Gesicht wieder sehe, all die Gefühle, die ich in der Grube des Vergessens begraben habe, sofort auftauchen werden.

Aber ich weiß auch, dass, wenn ich dich und deinen Zustand jetzt ansehe, diese Gefühle nur daran erinnern, wie wir vorher waren und wie wir jetzt nicht sein werden.

Ich denk wohl aus dem Nichts an dich, weil mich ein Detail, ein Lied oder ein Duft an dich erinnert. Das ist alles, ohne Wenn und Aber. In diesem Moment an dich zu denken, ist mehr Interesse und Neugier; Sorge um dein Wohlbefinden und deinen Zustand, und Neugierde auf die Dinge, die dich beschäftigen, Geschichten, die gerade bei dir geschehen, und so weiter. Ich nehme an, dass das keine schlechte Sache ist.

Es ist gar nicht so schlecht, sich um einen Menschen zu kümmern, der nicht nur ein „Jemand“ für einen ist.

Allerdings ist es genau das, und es wird nie darüber hinausgehen.

Ich denke an dich, weil ich mich frage, wie dein Lebensweg ist, wie du im Leben zurechtkommst, wie du trotz der Probleme weitermachst, wie du einen Tag gehen und überleben kannst, und wie du das ganze unter Kontrolle hältst. Ich denke an dich, weil es Fragen gibt, auf die ich eine Antwort haben will, ohne dich persönlich zu fragen. Ich denke an dich, weil du in meinen Träumen erschienen bist und es mich durcheinander gemacht hat. Ich denke an dich, weil ein Freund deinen Namen erwähnte und ich denke an dich, weil mein Gewissen, mich dazu gezwungen hat, dies zu tun.

Aber es soll dir klar sein, dass ich nicht an dich denke, weil ich immer noch an den Gefühlen festhalte, die ich vor langer Zeit für dich hatte… Nein, so ist es nicht und das muss ich einfach klarstellen…

Ich denke nicht an dich, weil es etwas gibt, das wir regeln müssen oder was auch immer. Denn wir haben schon bereits die Sachen geklärt, die wir klären mussten, also sind wir durch.

Und ich denke nicht an dich, weil ich dich zurück will, sondern weil ich dich als jemanden mag, den ich schon so lange kenne, mit dem ich eine Vergangenheit hatte und den ich immer noch als einen Freund betrachte, der auch nichts weiter für mich ist…

Ich will nicht noch einmal in diese Lebensphase zurückkehren, diese Geschichte mit dir und mir durchgehen.

Ich will nicht dorthin zurück, wenn es mir jetzt gut geht. Ich will es nicht noch einmal riskieren und der Verlierer sein, wie bisher.

Es reicht mir, wenn ich so bleibe, wie ich bin! Diejenige, die dein Leben in Bildern sieht, diejenige, die viel über dich in den Stories und Feeds anderer Menschen mitbekommt. Ich brauche nicht viel mehr, weil ich weiß, dass es dir gut geht.

Ich habe es sogar überwunden, dass wir nicht wirklich füreinander bestimmt sind. Wir sind nur „passiert“, und die Erinnerungen, die wir hatten, sind eines der Dinge, die ich tragen und an die ich auch eines Tages zurückdenken werde.

Doch jetzt wenn alles gesagt und getan ist, werde ich niemals die Wahrheit verleugnen, dass du mir immer und immer wieder in den Sinn kommst, egal wie sehr ich versuche, davon wegzukommen. Ich weiß, dass du immer ein Teil meines Lebens sein wirst, weil du in ihm eine so große und einprägsame Rolle gespielt hast. Und es ist einfach schwer, das zu ignorieren.

Es ist wirklich so, dass man nie einfach jemanden vergessen kann, der einem so viele Erinnerungen geschenkt hat.