Die wissenschaftlichen Gründe, warum Mamas supermüde sind, die du noch nie gehört hast

Hier findest du den wahren Grund, warum du eine müde Mama bist. Tipp: Es wird nicht immer so sein.

Mütter von kleinen Kindern – vor allem Mütter, die zu Hause bleiben – haben oft einen schlechten Ruf.

Warum macht sie sich nicht öfters die Haare schön?

Sie scheint nur “Heimsportkleidung” zu tragen.

Obwohl sie zu Hause bleibt, ist das Haus immer noch nicht sauber.

Sie muss nicht einmal arbeiten… warum ist sie so gestresst?

Klar, Mütter schlafen vielleicht etwas weniger und haben mit kleinen Kindern in dieser Jahreszeit zu Hause viel zu tun.

Wir können dermaßen müde sein, auch wenn es (für die Außenwelt) so scheint, als ob wir nie wirklich etwas tun, weil wir den ganzen Tag zu Hause sind.

Warum sind Mütter so müde?

Ich habe dazu eine Theorie.

Sie geht so.

Hypervigilanz wird als ein erhöhter Zustand sensorischer Sensibilität definiert, der von Verhaltensweisen übertriebener Intensität begleitet wird, deren Zweck darin liegt, Bedrohungen zu erkennen.

Hypervigilanz bezeichnet ein ständiges Scannen der Umgebung nach Bedrohungen, Erschöpfung und eine abnorm erhöhte Aufmerksamkeit

Darum bist du eine müde Mama…

Normalerweise wird der Begriff “Hypervigilanz” in der klinischen Umgebung verwendet. Hypervigilanz ist ein Begriff aus der Psychologie und bedeutet erhöhte Wachsamkeit oder Wachheit.

In diesem Artikel verwende ich den Begriff, um eine Parallele zum Elternsein zu ziehen.

Für Eltern bedeutet Hypervigilanz also, im Grunde in einem erhöhten Zustand der Bewusstheit und in einem Kampf-oder-Flucht- und Schutzmodus für unsere Kinder zu sein, die zu jung sind, um es selbst richtig zu machen, wenn sie es überhaupt können.

Du bist häufig im “Kampf-oder-Flucht”-Modus

Kampf-oder-Flucht passiert, wenn jemand eine drohende Gefahr wahrnimmt und körperliche Symptome erlebt, die ihm beim Kampf oder der Flucht helfen.

Angst und Sorge sind im Grunde erhöhte Bewusstseinszustände.

Wenn du ängstlich bist, ist es fast so, als ob dein Körper sich im unterschwelligen Zustand von Kampf-oder-Flucht befindet.

Was hat das nun mit uns zu tun? Zu dem Zeitpunkt, an dem unsere Kinder mobil werden, beginnen sie ihre Umgebungen zu erkunden. Scheinbar sichere Dinge wie ein Stuhl werden plötzlich zu einer Gelegenheit für einen großen Fall.

Funktionelle Dinge wie WC-Reiniger oder Küchenmaschinen werden zu potenziell katastrophalen Objekten.

Selbst nachdem ein Haus “kindersicher” gemacht worden ist, kommt es immer noch oft vor, dass deine Kleinen etwas ausprobieren (selbst wenn sie es nur einmal versuchen), was für sie gefährlich ist.

Weil sie diese Gefahr nicht erkennen können, tun wir es.

Deshalb sind wir aufmerksam, selbst wenn wir schlafen.

Ein Kind ist nicht zu sehen und leise.

Oh nein.

Wenn wir auf kleine Kinder aufpassen, sind wir ständig in einem Zustand höchster Aufmerksamkeit. Physiologisch gesehen ist das ermüdend.

Weniger Zeit für dich

Den ganzen Tag auf andere Menschen konzentriert zu verbringen ist einfach sehr ermüdend.

Es ist ein Privileg, Mutter zu sein und eine Freude, dieses Opfer zu bringen, aber die Auswirkungen sammeln sich an. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang bist du direkt auf andere fokussiert. Bis du Mutter geworden bist, gehörte wahrscheinlich viel vom Tag dir allein.

Auch während du arbeitest, kannst du allein zur Toilette gehen. Dir einen Kaffee oder eine Cola light holen, wenn du willst. Telefonate können geführt werden, ohne dass du dir Sorgen machen musst, dass plötzlich jemand kreischt oder die Verbindung unterbrochen wird.

Auf dem Weg zur und von der Arbeit hast du Zeit, herunterzukommen, ein Buch zu lesen oder dich zu entspannen.

Der Weg vom Bett zum Küchentisch ist ein wenig zu kurz, um ihn sinnvoll zu nutzen.

Selbst mit wohlerzogenen Kindern (reden wird gar nicht von den willensstarken!) und einem guten Ablauf bist du immer noch auf die Kinder konzentriert.

Das ist dein Job.

Es ist gut und richtig, aber es ist anstrengend, verdecki nochmal.

Darum müssen wir herunterkommen, aufladen und uns erfrischen.

Multitasking braucht Kraft

Ich bin ein extremer Multitasker.

Warum nur eine Sache tun, wenn ich gleichzeitig 6 tun und dabei noch eine zusätzliche im Kopf planen kann?

Wenn ich von einem Zimmer ins andere gehe, räume ich dabei 3 Dinge weg. Gleichzeitig telefoniere ich, wechsle eine Windel und halte ein Baby. Das ist hilfreich, weil wir dadurch viele Dinge auf einmal erledigen können.

Es ist nicht hilfreich, wenn es bedeutet, dass wir so viel zu tun haben, dass wir uns nicht entspannen und ausruhen können.

Wenn du wie ich bist (und ich hoffe wirklich für dich, dass du es nicht bist), dann fällt es dir schwer, es langsamer anzugehen, am Kaffee oder den Rosen zu schnuppern und sich nicht um den Zustand der Wohnung, der Gesichter der Kinder oder der Waschküche zu sorgen.

Für Mädchen in ihren frühen 20ern (und Männer jeden Alters) scheint es, dass Frauen, die den ganzen Tag zu Hause sind, nicht müde sein sollten und keine Entschuldigung für ein schmutziges Haus haben.

Oder dafür, keine perfekt frisierte Frisur zu haben.

Oh, und Nägel passend zum jeweiligen Tagesoutfit.

Es ist einfach eine Tatsache, dass die Belastungen zu Hause viele und schwer sind.

Und darum…

…möchten wir zu Abläufen, unabhängigem Spiel deiner Kinder und einem guten Schlafsystem für alle Beteiligten anregen.

Trotzdem können, selbst wenn all das vorhanden ist, ein geschäftiges Leben und unendliche Wäsche- und Geschirrstapel und Essen, das gekocht werden muss, uns auslaugen.

Das nächste Mal, wenn dich jemand mit diesem “Warum wirkst du so verpeilt, wenn du den ganzen Tag zu Hause bist?”-Blick ansieht, lächle einfach in dich hinein und wisse es besser.

Du bist müde, weil keines deiner Kinder unter deiner Aufsicht heute Bleiche getrunken hat.

Du bist erschöpft, weil du jeden Tag der letzten Woche dafür gesorgt hast, dass deine Kleinen Essen im Bauch hatten, selbst wenn es nicht überwiegend Bio und ohne Konservierungsstoffe war.

Und natürlich könntest du ein Nickerchen gebrauchen, weil das Haus nicht abgebrannt ist und die Wände immer noch stehen, wenn auch vielleicht überzogen mit Wachsmalern, Filzstiften oder Nagellack, den wegzuschließen du vergessen hast.

Egal, wie organisiert, effizient und strukturiert du als Mutter bist und egal, wie gehorsam und wohlerzogen deine Kinder sind, erfordert es Fokus, Konzentration und eine erhöhte Aufmerksamkeit, Mutter von Kleinkindern zu sein,.

Es macht uns müde.

Aber wenn ich mit 95 auf dem Sterbebett liege, den halben Tag verschlafend und mich langweilend, werde ich wohl mit einem Lächeln auf diese anstrengenden Tage zurückblicken.

Denn das ist es, was Mütter tun.

Wir erledigen einfach das, was getan werden muss.

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