Du warst der Mann mit dem ich alles wollte

Es war letztes Jahr. Ich stand frisch getrennt auf der Straße und wusste nicht, wo mir der Kopf steht.

Die Liebe ist eingeschlafen, es war nichts mehr da. Ich war verbittert und einsam trotz zweisam.

Ich kam bei Freunden unter und wollte mit der Männerwelt nichts mehr zu tun haben, dennoch lernte ich diesen einen kennen. Er gefiel mir nicht einmal, aber irgendwas an seiner Art lies mich nicht los.

Der Start war sehr holprig da ich vergessen hatte zurück zu schreiben. UPS typisch ich.
Nachdem ich endlich mal zurück schrieb tauschten wir Nummern aus. Wir hatten die selben Interessen. Unsere Leidenschaft: die Musik. Du schicktest mir jeden Abend ein gute Nacht Lied.

Ich hatte dich noch nicht gesehen, aber ich war verrückt nach dir. Nachts um 1 standest du bei meiner besten vor der Tür, um mich abzuholen. Du bist über eine Stunde gefahren, ohne zu wissen was auf dich zu kommt. Hätte mir da jemand gesagt, was mal passieren würde, ich wäre nicht ins Auto gestiegen. Doch der Abend war perfekt. Das Feuer und knistern zwischen uns. Berührungen ohne sich zu berühren. Ich gehörte nur noch dir.

Die nächsten Treffen wurden immer intensiver und es entwickelte sich etwas perfektes zwischen uns.

Die Wochenenden waren unsere Auszeit, unser Urlaub. Weihnachten bei dir mit samt Familie. Es war herrlich. Ich hatte den Mann gefunden, der jeden Mädchentraum erfüllt und jeden Wunsch und Sehnsüchte von den Augen ablesen konnte. Immer wenn du durch die Türe gegangen bist stand ich dran und weinte. Konnte nichts essen, bis du wieder da warst.

Vier Monate sind vergangen. Alles perfekt, wir planten Urlaub, Ausflüge, gemeinsame Wochenenden.

Doch es war das letzte mal das ich von dir hörte. Es war das letzte Telefonat. Du warst weg. Nicht mehr existent. Dich hatte es nicht mehr gegeben. Keiner wollte es glauben.

Ich zerbrach wie ich es noch nie tat. Ich aß nicht mehr. Schaffte es grad so auf die Arbeit und trank. Doch der Schmerz wurde nicht besser.

Du warst der Mann mit dem ich alles wollte

Ein Monat ist vergangen, wo du nicht mehr da bist. Tausend Nachrichten tausend Anrufe doch dich gibt es nicht mehr. Ich hab geglaubt ich kann das ohne dich nicht schaffen. Unter Alkoholeinfluss nahm ich mir dann fast mein Leben. Meine Freunde meine Familie rief dich an und schrieb dir. Doch nichts kam zurück.

Wieder ein Monat ist vorbei. Wieder tausend Nachrichten.

War ich ein Psychopath? Werde ich verrückt?

Es kam doch eh nichts.

Doch aufeinmal kam: „Es liegt nicht an dir, wann kann ich meine Sachen holen?“

Wie bitte was? Dein Ernst?

Tag X war da. Du bist wieder bei mir. Unter Tränen schmiss ich deine Sachen hin. Doch anstatt zu gehen nahmst du mich in den Arm. Wir sagten auf Wiedersehen. Meine Welt zerbrach wieder. Wie gerne würde ich deine Hand auf meinem Körper spüren deine Lippen auf meinen.

Ich kenn jede einzelne Pore an deinem Körper. Der kleine Leberfleck auf deiner Hand oder der, der versteckt ist unter deinem Bart.

Immer wieder schreibst du wie gern du mich wieder sehen würdest. Doch es sind nur Worte, das weiß ich inzwischen. Doch trotzdem, jedesmal wenn du schreibst/ anrufst ist diese Wärme da. Es ist nun fast ein Jahr her und trotzdem weiß ich noch wie du dich anfühlst. Wie du riechst. Wie du schmeckst.
Doch weiß ich nicht ob ich dich noch liebe oder mir das Gefühl fehlt, was du mir gegeben hast.

Du warst der Mann mit dem ich alles wollte.

Ich war bereit alles zu opfern und dich bedingungslos zu lieben. Du warst es nicht.
Und wenn du soweit bist, bin ich weg. Denn den Schmerz den du mir angetan hast ist mit nichts anderem zu vergleichen.

Und ich wollte das dir das auch passiert, aber inzwischen wünsche ich dir einfach nur, dass du irgendwann auch jemanden bedingungslos lieben kannst so wie ich es tat.

S.M.

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