Selbst die Stärksten werden des Starkseins müde und brauchen eine Pause

Auch der stärkste Mensch kann erschöpft sein. Auch die Stärksten werden müde!

Selbst die Mutigsten und Widerstandsfähigsten können dessen müde werden, für sich selbst und alle anderen zu sorgen.

Selbst sie können des unabhängigen Lebens müde werden, das sie gewählt haben, all der Rechnungen, die bezahlt werden müssen, all der Arbeit, die sie tun müssen.

Sie werden dessen müde, dass alle auf sie zählen, während sie selbst niemanden haben, auf den sie zählen können. Sie können nicht einmal sagen, etwas nicht tun zu können, weil alle Welt von ihnen erwartet, dass sie es tun.

Andere erwarten von ihnen, dass es ihnen immer gut geht, und es fällt ihnen nicht einmal ein, dass sie vielleicht selbst Probleme haben könnten, bei denen sie Hilfe brauchen. 

Selbst der stärkste Mensch braucht Liebe und Zuneigung.

Niemand fühlt sich gerne einsam. Niemand wird gerne zurückgewiesen. Manchmal sind starke Menschen nicht gerne Helden. Manchmal brauchen selbst sie jemanden, der sie “rettet” und für sie da ist.

Sie brauchen ebenfalls jemanden, den sie besten Freund oder Partner nennen können; jemanden, der ihnen all die tollen Dinge beibringt, die ein treuer Mensch für sie tun kann.

Manchmal brechen nämlich auch die stärksten Menschen zusammen.

Und meistens passiert das, wenn sie alles und jeden leid sind. Wenn sie zu lange stark gewesen sind und sich selbst außer Acht gelassen haben.

Wenn sie nicht mehr aus dem Bett kommen, weil ihr Körper, ihr Herz und ihre Seele schwer sind. Wenn alles, was sie aufgebaut haben, zerfällt und niemand da ist, der ihnen hilft.

Selbst die stärksten Menschen brauchen eine Pause.

Jemand anderes muss einmal die Führung übernehmen. Sie müssen abschalten und ihre Batterien wieder aufladen, da sie sich sonst auspowern und verletzen.

Sie müssen zur Abwechslung einmal verletzlich sein und andere Menschen etwas für sie tun lassen. Sie haben nämlich keine Superkräfte. Sie sind auch nur Menschen und müssen sich auch so fühlen.

Denn schließlich werden selbst die stärksten Menschen des Starkseins müde, weil sie nicht mit dieser Stärke geboren wurden. Sie haben selbst gelernt, stark zu sein, und viele Herausforderungen und Probleme bewältigt, als niemand da war, der ihnen helfen konnte.

Selbst sie vermissen, wer sie einmal waren, bevor Leute und Umstände ihnen beigebracht haben, wer sie sein sollten – dass sie stark und unabhängig sein müssen, weil andere sie immer verlassen und man nicht auf ihre Hilfe zählen kann.

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