Toxische Verhaltensweisen, bei denen die Gesellschaft so tut, als ob sie normal seien

Niemand hat jemals über mich gesagt, dass ich hart sei.

Aber ich wusste, dass es passierte. Ich fühlte es.

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Ich sagte meiner Mutter sogar: “Ich will nicht von dieser Welt hart gemacht werden.”

Die Vorstellung ängstigt mich, aber ich kann es kaum aufhalten.

Zu oft hatte ich nämlich in privaten und beruflichen Beziehungen mit toxischen Menschen zu tun. Als Resultat habe ich am eigenen Leib erfahren, dass Menschen hauptsächlich wankelmütig, falsch und eigennützig sind, und dass es nicht unbedingt der Wahrheit entspricht, wenn jemand auf den ersten Blick freundlich oder anständig wirkt.

Ich habe zugesehen, zugehört und manchmal gespürt, wie sich die stillen Klingen der Eifersucht wie ein tödliches Messer in meinen Rücken bohrten. Ich habe zugelassen, nicht respektiert, misshandelt und erniedrigt zu werden.

Ich habe giftige Schläge aufs Herz bekommen.

Schlamm geschaufelt.

Ich will gar nicht erst von Misstrauen anfangen.

Also wurde ich ein bisschen härter – härtete ein wenig ab.

Menschen und ihr septisches Verhalten schaffen es irgendwann, uns Softies schlussendlich abzuhärten.

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Ist dir das aufgefallen?

Wir müssen klüger werden, um die schmerzhaften Konsequenzen zu vermeiden, von Toxizität gestochen zu werden.

Wir müssen diesen Hut aufsetzen, selbst wenn wir es nicht wollen, weil die Gesellschaft in all ihrer überbewerteten, beschissenen Glorie toxisches Verhalten so sehr normalisiert und ermutigt hat, dass Grausamkeit, Urteilen, Narzissmus und Scheiße reden absolut akzeptabel sind.

Wir tun so, als ob es okay wäre. Wir denken, dass es normal ist.

Ist es nicht.

Ich rede von Dingen wie:

#1. Selbstbesessenheit

Eitelkeit ist nicht neu, inzwischen aber ein verstörender Trend, der dazu führt, dass viele selbstbesessene Menschen von der Dysfunktion ihres Verhaltens geblendet werden.

Schieben wir die Schuld auf die sozialen Medien.

Der Aufstieg der sozialen Medien hat nämlich eine Generation von editierten Menschen hervorgebracht, die sich für die Kamera aufplustern und aufgeblähte Versionen ihrer selbst posten, dass alle sie sehen können.

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Wenn wir nicht damit beschäftigt sind, durch die Posts von Promis, Freunden und Feinden zu scrollen, verbringen wir oft unsere Zeit damit, unsere idealisierten selbstentworfenen Online-Persönlichkeiten durchzusehen und uns noch mehr in uns selbst zu verlieben.

Es ist toxisches Verhalten.

In Wahrheit hat die digitale Ära der Selbstbesessenheit eine Armee desillusionierter “Best-Life”-Schwindler hervorgebracht, bei denen das ernsthafte Risiko besteht, dass sie ihren sich selbst erhaltenden Kreislauf der Bestätigung glauben, wobei sie ihren Selbstwert auf Kommentaren, Likes und Followern basieren.

Es ist grundlegend wichtig, ein Gleichgewicht zwischen deinen Social-Media-Feeds als deine öffentliche Persönlichkeit und deiner Authentizität zu finden.

#2. Die Pimmelbild-Epidemie

Warum dieser Anstieg von ungebetenen Pimmelbildern?

Es ist ein Rätsel, warum Männer glauben, dass solche Bilder Frauen genauso antörnen, wie sie selbst beim Anblick von Brüsten angetörnt werden. Sie tun es nicht.

Jedes ungebetene Pimmelbild, das ich jemals über soziale Medien bekommen habe, löste sofortigen Ekel und dann unweigerlich ein schnelles Blocken des Accounts aus.

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Es ist ein einfaches Konzept – wenn ich keine intime Beziehung mit einem Mann habe, will ich seinen Ständer nicht sehen.

Und es ist mir latte, wie groß und “schön” er ist.

Ich kann mir vorstellen, dass sofort zugängliche Online-Pornos zu diesem Anstieg der Pimmelbildkultur beigetragen haben, aber das Problem dabei ist, dass Männer und Frauen von unterschiedlichen Dingen angetörnt werden.

Frauen haben meist nicht die gleiche Reaktion auf Überraschungs-Pimmelbilder wie Männer, wenn sie Bilder von nackten Frauen trollen.

Also ist es ein toxischer visueller Angriff.

Uns ein Pimmelbild um die Ohren zu hauen ist nicht der richtige Weg.

Und hören wir auf, so zu tun, als ob es nicht gedankenlos, unhöflich, unanständig und respektlos wäre, denn solange die Interaktion nicht einvernehmlich ist, ist das Pimmelbild ein extrem unangemessenes Verhalten.

#3. Schönheitswahn

Sei vorsichtig, was du dir wünschst.

Von falschen Wimpern über Fettabsaugung, Brustoperationen und Nasenkorrekturen bis hin zu Botox – jedes Mal, wenn du am Gleichgewicht des Körpers herumdokterst, riskierst du neue Probleme.

Aber das ist noch nicht einmal das Toxischste an der “Verehrung der Schönheit” – es ist die übertriebene Besessenheit mit ewiger Jugend und Schönheit und welchen Wert wir als Gesellschaft darauf legen.

Älter werdende Frauen sind zu einer Tabuvorstellung geworden. Älter zu werden ist zu einer furchtsamen Epiphanie geworden, die sich in die Herzen junger Frauen überall auf der Welt bohrt, während sie nach dem nächsten Wundermittel für jugendliche Schönheit suchen.

Und wofür?

Für 5 selbstgefällige Minuten im Rampenlicht?

Denn den Lauf der Zeit kann man nicht aufhalten.

Menschen altern und mit dem Alter kommt erneuerte Schönheit in Form der inneren Substanz, Anmut und Selbstverwirklichung –Schönheit, die natürlicher und reiner ist als alles, was nur äußerlich präsentiert wird.

Ich verstehe ja, dass es toll ist, gut auszusehen und sich schön zu fühlen, und ich bin der Überzeugung, dass dein äußeres Erscheinungsbild zu pflegen für deine allgemeine Gesundheit und Hygiene unerlässlich ist.

Aber das ändert nichts daran, dass unsere Kultur eine toxische Konzentration auf den Schönheitswahn entwickelt hat, und Frauen stehen unter dem Druck dieser Geschichte.

Je eher Frauen (und Männer) erkennen, dass wahre Schönheit keine Sache der Figur, Kleidung, Haare und des Make-ups ist, desto schneller können wir natürliche Schönheit ausstrahlen – wir sind am schönsten, wenn wir anderen die Hand reichen, sie aufrichten, lieben und ihnen helfen.

#4. Herdenmentalität

Es gibt viel Blendwerk rund um die Vorstellung von Individualität und unabhängigem Denken. Ich meine damit, dass jedermann und sein Hund gerne Worte wie Originalität und Unverwechselbarkeit rufen.

Sie behaupten, dass sie Menschen bewundern, die ihre Meinung sagen oder die Charakterstärke zeigen, so zu sein, wie sie sind.

Aber sobald sie sich diesen Eigenschaften gegenübersehen, reagieren dieselben Leute oft mit Kritik, Verdammung, Urteilen und Ablehnung.

Es ist wie ein eingebauter toxischer Überlebensmechanismus.

Sehen wir uns an, was die Gesellschaft als richtig bezeichnet und schauen wir, mit welchen Fakten sie ihre Meinung untermauern kann, und machen wir dasselbe dann mit dem, was die Gesellschaft als falsch bezeichnet.

Das wird kritisches Denken genannt.

Der Mangel an kritischem Denken in unserer heutigen Kultur haut einen um, und ganz ehrlich entstehen daraus Wankelmut und Herdenmentalität.

Wenn wir aufhören zu analysieren, unter die Oberfläche zu schauen, Fragen zu stellen und wenn wir die Dinge einfach für bare Münze nehmen, werden wir zu inaktiven Denkern.

Weniger einzigartig. Weniger selbstverwirklicht. Weniger tugendhaft.

Für unser Selbstwertgefühl stärker von der Meinung anderer abhängig.

Wir vergessen, dass wir wie andere denken und werden abhängiger von unseren Artgenossen, und bei diesem Prozess verschließen wir unseren Geist und verlieren unsere Persönlichkeit.

Natürlich besteht die Lösung darin, dich selbst zu kennen. Unter deine Haube zu gucken, um zu sehen, wie du tickst – zu erkennen, wer du wirklich bist und nicht, was alle anderen von dir wollen.

Sobald du dich selbst kennst, wirst du selbstbewusster, verstehst deine Bestimmung und fängst an, einen größeren Einfluss auf die Welt zu nehmen.

Das toxische Verhalten, was die Gesellschaft für normal hält, hat mir nicht nur die Augen für das Blendwerk geöffnet.

Es hat meinen Geist geöffnet, um mich zu finden.

Und ich teile diesen Teil von mir gerne mit den authentischen Menschen, die mein Leben berühren.