5 kleine Gründe, warum es eigentlich gut ist, ein „Überdenker“ zu sein

Neulich habe ich einen Artikel über Anzeichen gelesen, die darauf hindeuten, dass man ein „Überdenker“ ist.

Danach bin ich definitiv zum Entschluss gekommen, dass ich so ein Mensch bin.

Doch dieser Beitrag machte mich auch wütend, weil wir Überdenker als negativ dargestellt wurden und wir mehr über Dinge nachdenken als wir sollten. Wir sind besessen von Dingen, überanalysieren sie und machen uns selbst und die Menschen um uns herum dadurch verrückt.

Ich gebe zu, dass das Überdenken eine schlechte Sache sein kann, wenn man nicht immer die Antwort auf alles haben kann und es alle Arten von unnötigem Stress und Angst verursacht. Es ist nicht nötig, zwanzig Minuten darüber nachzudenken, auf welche Art und Weise mich mein Mitarbeiter begrüßt hat. Aber trotzdem kann ich mich nicht mit der Meinung anfreunden, dass es immer schlecht ist alles zu überdenken. Es gibt da einen wichtigen Unterschied, den man hervorheben muss …

Manchmal ist Überdenken tatsächlich tiefes Denken.

Deswegen werde ich wegen all den Menschen, denen gesagt wurde, dass sie überdenken, überanalysieren oder alles komplizieren, 5 kleine Gründe nennen, warum es manchmal gut ist ein Überdenker zu sein.

1. Wir wollen in allem einen Sinn finden.

Ja, das bedeutet, dass wir dazu neigen, alles zu analysieren, was du sagst und wie du das sagst, bis hin zum Tonfall deiner Stimme, dem Blick in deinen Augen und der Bewegungen, die du mit deinen Händen machst. Aber das bedeutet auch, dass wir aufmerksam sind. Wir hören zu.

Uns ist nicht nur wichtig, was du sagst, sondern auch, was für eine Person du bist. Wir gehen davon aus, dass du eine Person bist, die aufmerksam und verantwortungsbewusst ist. Wir gehen davon aus, dass du jemand bist, der gute Absichten hat und wir wollen dich verstehen und eine gute Verbindung zu dir aufbauen.

Würde es dir gefallen, wenn wir dich als eine Person sehen würden, deren Worte und Taten keine Bedeutung haben?

2. Wir können die Dinge nicht einfach so stehen lassen.

Dies passt zu mir wie die Faust aufs Auge. Ich kann dir nicht sagen, wie oft mir schon gesagt wurde, dass ich etwas loslassen müsse. Normalerweise bezieht sich das immer auf einen Mann oder eine Beziehung. Aber als Überdenker sind nicht in der Lage, die Männer gehen zu lassen, weil wir sie verstehen wollen. Für uns gibt es einen Grund für jede Beziehung und jeden Kontakt, und wir müssen herausfinden, was das ist.

Wir betrachten die Dinge nicht als Zufall oder Unglück. Wir sehen unser und dein Leben als Teil eines größeren Plans. Hinter all dem spielt sich etwas „Größeres“ ab … und unsere Beziehungen haben einen Zweck zu erfüllen. Deswegen werden wir nichts loslassen, bis wir vollständig den Grund verstehen, warum wir dies tun sollten.

Aber ist das wirklich eine so schlechte Sache? Ist es so schlimm, nach den großen Gründen im Leben zu suchen? Ist es schlimm, die Dinge und Menschen, die uns wichtig sind, auf der tiefstmöglichen Ebene verstehen zu wollen?

5 kleine Gründe, warum es eigentlich gut ist, ein „Überdenker“ zu sein

3. Wir analysieren ständig Menschen.

Dies passiert ständig, weil Menschen faszinierend sind. Jeder hat eine Geschichte, die besonders und einzigartig für ihn ist, aber gleichzeitig auch überall vorhanden ist. Wenn du jemanden genau ansiehst, kannst du Verbindungen mit anderen Menschen finden. Wenn du versuchst, jemanden zu verstehen, wie er denkt und warum er so denkt, dann kannst du immer einen Weg finden, dich mit ihm zu verbinden.

Und in dieser Verbindung liegt der Trost. Das heißt, dass wir dich, deine Mutter, deine Freunde und die Person, die gegenüber von uns am Tisch sitzt, ständig analysieren. Aber das machen wir nur, weil wir uns sorgen und weil uns diese Beziehungen wichtig sind.

4. Wir hassen Smalltalk.

Es ist uns egal, welche Serien du liebst oder was du über das Wetter denkst. Wir wollen nur dein wahres Gesicht kennenlernen. Wir wollen deine Träume, deinen Glauben, deine Ängste und deine Lebenseinstellungen kennenlernen. Doch wir wollen das nicht wissen, um dich zu beurteilen oder deine Meinung zu ändern, sondern um dich zu verstehen und ein sinnvolles Gespräch mit dir führen zu können.

Wir umgeben uns nicht aus den falschen Gründen mit bestimmten Menschen, sondern wir wollen tiefe, bedeutungsvolle Gespräche mit Menschen, die uns interessieren, führen. Bitte erkläre mir, wie das eine schlechte Sache sein kann.

5. Wir denken nicht über alles zu viel nach.

Wir sehen die Menschen und die Welt um uns herum, als kompliziert und interessant an. Deswegen denken wir viel nach, schauen genau um uns herum und analysieren alles. Einige Menschen werden vielleicht sagen, dass wir übertreiben, aber das ist in Ordnung. Aber wir sind nicht auf der Welt, nur um durch das Leben zu schweben und so zu tun, als ob uns alles egal wäre.

Wir existieren, um die Gründe für unsere Beziehungen zu finden und die Lektionen zu lernen, die das Leben uns aufzwingt. Unsere Tage sind voller Geheimnisse, die wir lösen müssen, Verbindungen, die wir herstellen müssen, und Gedanken, die wir erforschen müssen. Du könntest uns ansehen und denken, dass wir uns selbst das Leben erschweren, aber ich kann dir sagen, dass genau dies der Grund ist, warum unser Leben mehr Sinn hat.

Überdenker sind diejenigen, die vorausplanen. Sie sind die Lieblingsmitarbeiter, die immer pünktlich zur Arbeit kommen, weil sie alle Staus und Baustellen berücksichtigt haben. Sie sind es, die eine entspannte Reise haben, weil sie ihre Koffer drei Mal gecheckt und alles bis ins kleinste Detail geplant haben.

Sie sind die Freunde, auf die man sich verlassen kann und die Familienmitglieder auf die man zählen kann. Sie sind diejenigen, die die Probleme lösen wollen und sie nicht nur vor sich herschieben.

Überdenker werden vom Leben nicht so leicht überrollt und niedergeschmettert, weil sie für jede potenzielle Gefahrensituation vorbereitet sind. Sie sind stets auf der Hut vor unangenehmen Überraschungen, und das ist nichts Schlimmes. Als Überdenker hast du wahrscheinlich gelernt, Verantwortungsbewusstsein zu entwickeln. Und andere Perspektiven zu berücksichtigen.

Solange du negative Situationen und Szenarios nicht pausenlos in deinem Kopf abspielst und dich verrückt machst, ist diese Eigenschaft eine sehr Positive.

Das Überdenken kann einen manchmal überhäufen und stressen, doch in vielerlei Hinsicht, ist es etwas, dass dir hilft im Leben zurechtzukommen, es besser zu verstehen und unnötige Problemsituationen zu vermeiden.

5 kleine Gründe, warum es eigentlich gut ist, ein „Überdenker“ zu sein