Du musst einige gute Dinge verlieren, um wachsen zu können

Wir sind dazu verdonnert, uns an die Dinge zu klammern, die wir lieben. Es war schon immer so – und vielleicht wird es auch immer so sein. Je mehr wir haben, desto mehr haben wir Angst es zu verlieren. Je mehr wir erreichen, desto vorsichtiger sind wir, wenn es darum geht, mit diesen Erfolgen ein Risiko einzugehen.

Wir wollen nichts von den guten Dingen in unserem Leben verlieren. Wir glauben, dass Wachstum immer linear sein muss – eine gute Entscheidung, die leicht und natürlich zur nächsten führt.

Aber die Wahrheit ist, dass das Leben nicht immer so funktioniert.

Die meisten Wachstumsmuster sind alles andere als einfach. Die meisten Schritte nach vorne erfolgen nach mehreren Schritten zurück. Und es ist ein fast universelles Gesetz, dass wir, so sehr wir auch an dem festhalten wollen, was wir lieben, einige gute Dinge verlieren müssen, um zu wachsen.

Wir kommen nicht zum nächsten Stadium unseres Lebens, indem wir alles, was wir haben, mitnehmen. Wir können nicht sicher und geschützt bleiben und währenddessen in größere, mutigere Versionen von uns selbst wachsen.

Weil in Wahrheit Unbehagen nicht nur eine Nebenwirkung des Wachstums ist, sondern eine bloße Notwendigkeit dafür.

Ohne Unbehagen haben wir keine Motivation, unsere Umstände zu ändern. Ohne Entbehrung entwickeln wir keinen Hunger nach Fülle. So sehr wir auch in unserem Wachstum komfortabel und sicher bleiben wollen, ist es unmöglich.

Weil Wachstum aus dem Kampf entsteht. Veränderung entsteht aus Unzufriedenheit. Und manchmal, um die besten Dinge im Leben zu begrüßen, müssen wir die guten Dinge, die ihren Raum einnehmen, ausräumen.

Wir müssen die Jobs, die wir mögen, loslassen, um die zu finden, die wir lieben.

Wir müssen die Beziehungen, in denen wir uns selbstgefällig wohlfühlen, loslassen, um diejenigen zu finden, die uns herausfordern und verändern.

Wir müssen die Sicherheit loslassen, um eine Gelegenheit zu finden.

Und wir müssen unseren Stolz loslassen, um Erfüllung zu finden.

Um die großen Dinge im Leben zu finden – die Dinge, die in der Lage sind, uns weit aufzuschneiden und uns selbst zu zeigen – müssen wir zuerst bereit sein, geleert zu werden.

Du musst einige gute Dinge verlieren, um wachsen zu können

Wir müssen bereit sein, unsere Verteidigung loszulassen, unseren Stolz niederzulegen und zu akzeptieren, dass das, was als Nächstes kommt, vielleicht nicht einfach oder bequem ist – aber es wird sich lohnen.

Jeder Job, den wir ablehnen müssen, bevor wir den finden, von dem wir wissen, dass wir für ihn bestimmt sind. Jede Beziehung, aus der wir uns zurückziehen müssen, bevor wir diejenige finden, die uns verführt. Jede Version von uns selbst müssen wir aufgeben, bevor wir auf eine authentische Weise leben können. Jedes Maß an Sicherheit, das wir opfern müssen, bevor wir einen Weg finden, in der Wildnis dessen, was wir wirklich wollen, zu gedeihen.

Die Wahrheit über die großen Dinge im Leben ist, dass sie erst auftauchen, wenn wir den Mut gezeigt haben, das Gute loszulassen. Das Okay. Das Komfortable. Das Einfache.

Die großen Dinge sind als Belohnung für diejenigen da, die mutig genug und bereit genug sind, ihnen nachzugehen. Und für diejenigen, die mutig genug sind, zu glauben, dass ihr Leben nicht auf „gut genug“ steigen muss.

Die Gefühle, die du als negativ empfindest, aber darauf hindeuten, dass du als Person wächst

Innerer Wachstum fühlt sich beschissen an. Genau aus diesem Grund lassen es die meisten Menschen sein. Ihr ganzes Wesen verpflanzt sich gleich einem Baum an einem Ort und passt sich wie ein Chamäleon seiner Umgebung an.

Zu Wachsen bedeutet sich durch einen großen Sumpf von Schmerzen, Herausforderungen und Unsicherheiten zu kämpfen.

Es bedeutet seine inneren Dämonen in den Ring herauszufordern. Es lohnt sich alles am Ende, doch der Weg bis dahin schüchtert die meisten ein.

Es kann sich manchmal wie ein dunkler Tunnel anfühlen. Es kann sich anfühlen, als hättest du überhaupt nichts zustande gebracht. Du könntest dich fragen, ob du es richtig machst. Wenn du weiterhin ehrlich zu dir selbst bist und deine eigenen automatischen Gedanken und Überzeugungen untersuchst, machst du es richtig. Sobald du dir deiner selbst bewusst wirst und dir im Klaren darüber bist, welche Gedanken deine Handlungen bestimmen, bist du auf dem richtigen Weg.

Wenn du die folgenden Dinge fühlst, wächst du also. Sie sind dein Tor zu einer höheren Ebene deines „Selbst“:

1. Unsicherheit

Viele Menschen hassen es, unsicher über sich selbst und die Zukunft zu sein, weil sie sich unwohl, unwissend und verloren dadurch fühlen. Im Kontext des Selbstwachstums bedeutet dies jedoch, dass du dich von einer Stufe zur nächsten bewegst.

Du hast noch keinen Halt in deiner Entwicklung gefunden und das bedeutet, dass dir gerade für diesen Zeitraum etwas Selbstvertrauen fehlt. Du trittst in einen völlig unbekannten Teil von dir selbst ein, also ist es nur passend, dass du dich nicht ganz sicher fühlst. Das wirst du, bald. Habe Vertrauen.

Deine Unsicherheit zu akzeptieren ist das Befreiendste, was du für dich selbst tun kann. Du kannst die Zukunft nicht vorhersagen. Das Einzige, was daraus sicher ist, ist, dass du dich selbst verrückt machen wirst, wenn du versuchst, sie zu bekommen.

Eine Person die in vollkommener Sicherheit lebt, ist eine, die um sich herum eine Mauer gebaut hat und sich weigert einen Schritt außerhalb zu gehen, zu leben und zu wachsen. Sich sicher zu sein, bedeutet das Leben und neue Erkenntnisse zu leugnen. Das wird dir keinen Raum lassen, um dein Wissen zu erweitern und neue Erfahrungen zu sammeln.

2. Unbehagen

Du kommst in eine ganz neue Phase! Unbehagen ist genau dort, wo du im Moment sein musst. Du vermeidest dieses Unbehagen seit Jahren. Lass es gut sein. Es ist wichtig. Es bedeutet, dass du den richtigen Weg eingeschlagen hast, dass du aus deiner Komfortzone herauskommst und bereit bist zu leben.

3. Selbstzweifel

Du bist dabei, deine eigene Identität vollständig abzubauen, also wirst du natürlich Zweifel daran haben, was du tust. Alles, was du über dich selbst und dein Leben erfahren hast, wird jetzt untersucht. Wenn du dich nicht selbst infrage stellst, tauchst du nicht tief genug in dich ein. Grabe weiter. Der Moment, in dem dich der Selbstzweifel verschlingt, ist die dunkle Nacht vor der Morgendämmerung.

4. Das Gefühl verloren zu sein

Sobald du an der anderen Seite des Wachstums angekommen bist, wirst du ein ganz neues Wissen erlangt haben, das du dann in allen Bereichen deines Lebens einsetzen kannst. Natürlich fühlst du dich während des Wachstumsprozesses verloren. Du weißt noch nicht, wohin du gehen sollst, und das ist der Punkt.

Man kann nicht immer wieder am gleichen Ort graben und erwarten etwas anderes zu finden. Du wirst an vielen Orten suchen müssen, bis du fündig wirst. Sei dir aber auch dessen bewusst, dass kein Graben umsonst ist – jeder Schritt führt unweigerlich zum anderen, du kannst keinen überspringen.

Um dich auf diesen Weg des Wachstums zu bringen, muss es einen Katalysator gegeben haben, der dich zu dieser intensiv persönlichen Zeit des Selbstwachstums führte. Lass es seinen Lauf nehmen und genieße die Ziellosigkeit, so weit du kannst.

5. Angst

Wo es Unsicherheit und Ungewissheit gibt, gibt es sicherlich auch Angst. Diese Angst war es, die dich die ganze Zeit an deinem Wachstum gehindert hat. Das ist die Angst, die dich davon abgehalten hat, weiterzumachen, aufzustehen und in neue Erfahrungen für dich selbst zu expandieren. Bist du an dieser Angst gestorben? Bewegst du dich immer noch vorwärts und treibst darüber hinaus? Ja! Du kannst der schlimmsten emotionalen Angst widerstehen, vor der du seit Jahren Angst hast. Jetzt weißt du das. Das ist gutes Wissen, das man über sich selbst haben sollte. Du kannst die Ärmel hochkrempeln. Du kannst dich aus der Asche erheben. Du bist stärker, als du denkst.

Atme durch die Angst hindurch. Erlerne Techniken, die deine Angst lindern. Beginne mit Meditation oder Yoga. Finde Wege, deinen Geist zu beruhigen. Was auch immer du tun kannst, um deinen Geist und deine Gedanken nicht deinen inneren Frieden regieren zu lassen, ist das, worauf du dich konzentrieren solltest.

Angst ist Teil des Wachstums, sie ist es einfach. Aber sie gibt dir auch etwas dabei: Sie erlaubt dir zu lernen, was dich beruhigt, sodass du dich dein ganzes Leben lang selbst beruhigen kannst. Es wird nie einen Mangel an angstauslösenden Dingen in der Welt geben, aber deine Reaktion auf diese Angst ist das Einzige, was du kontrollieren kannst. Lerne zu atmen durch den Stress und die Sorge und die Angst und du wirst dich nie wieder darum kümmern müssen, dass sie dich überholt. Du wirst darauf vorbereitet sein.

Obwohl diese angeführten Gefühle negativ erscheinen und als schändliche Gefühle seit jeher verteufelt wurden, solltest du wissen, wie wichtig sie für das Wachstum sind. Sie sind deine Bausteine, deine Marker der Heilung. Sei dankbar für sie, so wie für alle wahrgenommenen positiven Gefühle. Diese „negativen“ Gefühle geben dir ein Geschenk.

Wenn du bereit bist im Leben und deiner Selbstentwicklung voranzukommen, und Unbehagen, Zweifel, sowie Angst und Unsicherheit in Angriff zu nehmen, dann ist es an der Zeit die Schritte zu unternehmen, die dich dahin führen …

Schritte, die für dein persönliches Wachstum wichtig sind

Schritt 1: Liebe dich selbst

Eine der schwierigsten Aufgaben, mit denen wir es je zu tun haben, ist Selbstachtung und Wertschätzung. Dies ist jedoch das Wichtigste, was du brauchst, um durchs Leben zu kommen. Du musst dich selbst lieben. Sobald du lernst, dich zu lieben, kannst du andere lieben und viel mehr leben.

Schritt 2: Verzeihe

Vergebung ist viel einfacher gesagt als getan. Die Vergebung bringt dir jedoch inneren Frieden und hilft dir, dich zu befreien. Es kann herausfordernd sein, aber das Loslassen von wütenden Gedanken und Ressentiments wird dir helfen, am Ende zu einem stärkeren Menschen zu werden.

Schritt 3: Sei transparent

Transparenz zu praktizieren bedeutet, verletzlich und offen zu sein und deine Geschichte zu akzeptieren. Du musst dir vollkommen klar darüber sein, wo du dich befindest, womit du zu kämpfen hast, und den Mut, diesem Strang nachzugehen, um herauszufinden, warum.

Dies alles führt unweigerlich zu einem Ort: der Annahme deiner Geschichte. Die meisten Menschen wollen Kapitel herausreißen; sie verbringen ihre Tage damit, zu bedauern und sich zu wünschen, dass die Dinge nicht so abgelaufen wären, wie sie es getan haben. Aber das hält dich in dem gefangen, was hätte sein können, anstatt was sein kann. Je mehr du deine Vergangenheit akzeptierst, desto transparenter wirst du sein. Und je mehr du Transparenz praktizierst, desto reichhaltiger ist dein Wachstum.

Schritt 4: Bleibe standhaft

Wenn du wie ich bist, bist du wahrscheinlich nicht mit der natürlichen Kraft geboren, für dich selbst einzustehen, wenn die Situation es erfordert. Du musst lernen Grenzen zu setzen und einige Dinge im Leben zu definieren, in denen du nicht bereit bist zu verhandeln. Über Dinge zu verhandeln, die für dich so wichtig sind, bedeutet dich selbst in deinem Wachstum zu behindern.

Sich zu behaupten, sei es in Bezug auf eine unbeliebte Meinung oder wenn dir jemand Unrecht tut, ist das, was deine Persönlichkeit zu einem reifen und starken Erwachsenen macht. Wenn du dir endlich die Macht erteilst, das Wort zu ergreifen, wirst du dich wie ein ganz neuer Mensch fühlen.

Die meisten Menschen verhandeln mehr, als sie glauben. Das folgt dazu, dass sie eines Tages aufwachen und sich fragen, warum sie so unglücklich sind.

Lass uns ein kurzes Experiment machen. Nimm ein Stück Papier heraus. Erstelle Säulen für jeden Teil deines Lebens. Freunde, Arbeit, Familie und deine Beziehung oder deine letzte Beziehung. Schreibe in den Spalten all die Dinge auf, die du ausgehandelt hast. Denk wirklich mal darüber nach. Deine Standards? Deine Leidenschaften? Deine Wahrheit? Deine Stimme? Dein Wert? Und was waren die Folgen? Wie haben diese Opfer die Qualität deines Lebens und deine Überzeugungen über dich selbst beeinflusst?

Manchmal denke ich, dass es beim Wachstum vor allem um „eine Wiedervereinigung mit dem wahren Selbst“ geht. Du musst dich wieder mit dem Teil von dir verbinden, den du in eine Box gestopft und eingesperrt hast, als das Leben geschah, und der dir im Weg stand. Und mit „Leben“ meine ich Tod, Scheidung, Trennung, Übergang, alles, was dich gezwungen hat, schnell Erwachsen zu werden, Verantwortung zu übernehmen, um dich um jemand anderen oder andere zu kümmern.

Diese Art von Erfahrungen können dazu führen, dass du dich von deinem wahren Selbst entfernst, ohne dass du die Chance hattest ihn kennenzulernen. Um wieder auf den richtigen Pfad zu dir selbst zurückzukommen, musst du diese neue Beziehung und Denkweise, aber vor allem das Verhalten in deinem Alltag spielen lassen.

Schritt 5: Arbeite an deiner inneren Schale

Während wir anfangen, Transparenz zu üben und eine Haltung zu schaffen, beginnen wir, uns selbst eine brandneuen Schale zu bauen. Doch wir bauen unsere Schale nicht nur einmal und damit ist es erledigt. Wir müssen immer weiter an ihr arbeiten und sie umbauen. Es ist eine kontinuierliche Praxis, und wenn wir es tun, werden wir stärker und geschickter.

Sobald du dir eine sicherere Schale gebaut hast, kannst du an allem arbeiten, was dazu beiträgt, dir ein besseres Leben aufzubauen und mit einem höheren Potenzial zu manövrieren.

Schritt 6: Finde heraus, was dir wirklich gefällt

Schau, was dein Lieblingsfilm ist und finde heraus, warum es dein Lieblingsfilm ist. Erkunde deine eigenen politischen Ansichten und religiösen Entscheidungen. Analysiere deine Lieblingsmusik. Lass nicht zu, dass jemand anderes diese Dinge für dich entscheidet.

Schritt 7: Lass neue Menschen in dein Leben

Es ist schwer, neue Beziehungen aufzubauen, sei es Romantik, Freundschaft oder einfach nur mit Kollegen zurechtzukommen. Aber denke an all jene, die in den letzten Jahren in dein Leben gekommen sind, die dir wirklich viel bedeuten. Wenn du sie nie in dein Leben gelassen hättest, hättest du nicht diese besondere Beziehung zu schätzen gewusst. Man weiß nie, wann die nächste Person, die man trifft, das Leben verändern könnte.

Schritt 8: Hab keine Angst, du selbst zu sein.

Jeder überredet dich, eine bestimmte Person zu sein: deine Gesellschaft, deine Familie und deine Freunde. Sie können versuchen, was sie wollen, aber am Ende des Tages musst du einfach du selbst sein. Wenn die Leute das echte Du nicht mögen, liegt das an ihnen. Fürchte dich nie davor, das zu sein, was du wirklich bist.

Schritt 9: Entdecke neue Dinge

Unternimm einen Roadtrip, probiere ein neues Essen oder lese ein neues Buch. Die Welt hat so viel zu bieten. Wenn du neue Dinge entdeckst, entdeckst du vielleicht mehr darüber, was dir gefällt und entdeckst wiederum mehr darüber, wer du bist. Selbstwachstum wird geprägt durch das Wissen, wer man als Individuum ist.

Das Leben wird dich immer mit herausfordernden Momenten konfrontieren, die es erfordern, dass du wächst und dich von ihnen erhebst. Je mehr du dich in das Unbehagen des Wachstums hineinversetzen kannst – anstatt dich von ihm wegzukauern –, desto weniger können deine Umstände dich kontrollieren.

Du hast sehr wenig Kontrolle darüber, was mit dir passiert, aber du kannst kontrollieren, wie du darauf reagierst. Du kannst dich entscheiden, in deiner Frustration, deinem Stress, deiner Negativität zu schmoren, oder du kannst dich daraus entwickeln. Die gleichermaßen gute wie schlechte Nachricht ist, dass alles auf dich zukommt. Du bist diejenige, die dafür verantwortlich ist, wie du auf jede Situation in deinem Leben reagierst.

Du kannst wählen, ob du deinen Kopf in den Sand stecken und gleich bleiben willst oder ob du wachsen und frei sein willst. Du hast die Wahl.

Du musst einige gute Dinge verlieren, um wachsen zu können