9 Dinge, die ein Narzisst nach der Trennung tut, um dich zu zerstören

Wenn eine Beziehung mit einem stark egozentrischen, manipulativen Menschen endet, ist die Trennung für diese Personengruppe fast nie der Schlusspunkt einer gemeinsamen Zeit, sondern der Beginn einer neuen, oft noch viel zerstörerischen Phase. 

Psychologische Fakten und Erfahrungswerte aus der Paar- und Traumaforschung belegen, dass Menschen mit stark ausgeprägten narzisstischen Persönlichkeitszügen eine Trennung nicht als normalen, wenn auch schmerzhaften Teil des Lebens verarbeiten. Für sie bedeutet eine Trennung einen massiven Kontrollverlust und eine tiefe, kaum erträgliche Kränkung ihres ohnehin extrem fragilen Selbstbildes.

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Da diese Personen Kritik, Zurückweisung oder den Verlust von Macht nicht durch Trauer, Reflexion oder Empathie regulieren können, reagieren sie stattdessen mit einem drastischen Abwehrmechanismus: Sie gehen in den Angriffsmodus. 

Das Ziel ist es, die alten Machtverhältnisse gewaltsam wiederherzustellen, das eigene nach außen makellose Image zu schützen und die Ex-Partnerin emotional, sozial oder finanziell völlig zu destabilisieren. Ein Mensch, der am Boden liegt, keine Energie mehr hat und an sich selbst zweifelt, lässt sich leichter kontrollieren und stellt keine Bedrohung mehr für das Ego des Täters dar.

Wenn du gerade durch diese Hölle gehst, dich isoliert fühlst und vielleicht sogar beginnst, an deiner eigenen Wahrnehmung zu zweifeln, ist es absolut überlebenswichtig, eines zu verstehen: Das, was dir passiert, bildest du dir nicht ein. 

Du bist nicht überempfindlich. Es ist ein messbares, strukturiertes und in der Psychologie vielfach dokumentiertes Verhaltensmuster.

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Hier sind neun konkrete Wege, wie narzisstische Ex-Partner nach einer Trennung versuchen, dich systematisch zu brechen. Wir schauen uns dabei nicht nur an, was sie tun, sondern analysieren was dahinter steckt und erklären, warum genau dieses Verhalten so unerträglich wehtut.

1. Der gezielte Rufmord und die Lügenkampagne

Noch bevor die Trennung überhaupt von dir ausgesprochen oder räumlich vollzogen ist, beginnt er häufig schon damit, im Hintergrund eine völlig neue Geschichte zu erfinden. Er geht gezielt zu gemeinsamen Freunden, zur eigenen Familie, zu deiner Familie oder sogar zu Arbeitskollegen und präsentiert sich als das leidende, verständnisvolle Opfer. 

Er streut subtile oder ganz offene Gerüchte: Du seist psychisch labil, hysterisch, untreu, kontrollierend oder völlig überlastet. Er spielt den besorgten Ex-Partner, der „einfach nicht mehr weiterweiß“.

Was dahinter steckt: In der Verhaltenspsychologie nennt man dies einen strategischen Präventivschlag. Der Narzisst weiß ganz genau, wie er sich dir gegenüber hinter verschlossenen Türen wirklich verhalten hat. 

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Indem er dein soziales Umfeld manipuliert und seine Version der Geschichte als Erstes platziert, sorgt er dafür, dass dir niemand mehr glaubt, falls du jemals die Kraft finden solltest, die Wahrheit über seinen psychischen Missbrauch auszusprechen. Wer dich vorab als „verrückt“ abstempelt, muss deine Wahrheit später nicht fürchten.

Warum es so wehtut: Dieses Verhalten isoliert dich massiv. In dem Moment, in dem du dringend ein starkes Netz aus Unterstützung, Glaube und Verständnis bräuchtest, wenden sich Menschen von dir ab oder betrachten dich mit Misstrauen. Es zwingt dich in eine entwürdigende Position, in der du dich permanent verteidigen und für deinen eigenen Schmerz rechtfertigen musst.

2. Die radikale Täter-Opfer-Umkehr und das Verdrehen der Realität

Egal, was er dir während oder nach der Beziehung angetan hat, ob es Lügen, Betrug, verbale Ausfälligkeiten oder psychische Gewalt waren, in seiner Erzählung bist immer du diejenige, die ihn genau dazu getrieben hat. Wenn du ihn sachlich auf seine Fehler ansprichst, dreht er die Realität in der Diskussion so lange um, bis du dich am Ende völlig erschöpft bei ihm entschuldigst. 

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Er leugnet erwiesene Tatsachen vehement ab, selbst wenn du schriftliche Beweise dafür hast („Das habe ich nie gesagt“, „Du erinnerst dich völlig falsch“, „Du bist total hysterisch“).

Was dahinter steckt: Menschen mit dieser spezifischen Persönlichkeitsstruktur haben eine extreme, fast schon phobische Abwehr gegen Scham- und Schuldgefühle. Sie können absolut keine Verantwortung für Fehlverhalten übernehmen, da ein Eingeständnis von Fehlern ihr konstruiertes, perfektes Selbstbild augenblicklich zerstören würde. Die Schuld muss zwingend und um jeden Preis ausgelagert werden und das direkteste Ziel für diese Auslagerung bist du.

Warum es so wehtut: Es greift direkt deinen Verstand und deine kognitive Sicherheit an. Wenn dir immer und immer wieder mit absoluter Überzeugung und eiskalter Ruhe gesagt wird, dass deine Wahrnehmung falsch ist, beginnst du unweigerlich, an deinem eigenen Gedächtnis, deiner Urteilskraft und letztlich an deiner Zurechnungsfähigkeit zu zweifeln.

3. Emotionale Erpressung durch finanzielle und bürokratische Sabotage

Sehr oft wird Geld nach einer Trennung als die schärfste Waffe eingesetzt. Gemeinsame Konten werden plötzlich geplündert, festgesetzte Unterhaltszahlungen werden unter fadenscheinigen Ausreden verweigert, Scheidungsverfahren werden durch ständige neue Anträge künstlich über Jahre in die Länge gezogen. 

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Der Narzisst droht dir vielleicht offen damit, dich „auf der Straße landen“ zu lassen oder dir finanziell alles zu nehmen. Er zwingt dich in jahrelange, extrem teure rechtliche Auseinandersetzungen, um dich mürbe zu machen.

Was dahinter steckt: Wenn der direkte emotionale und psychologische Zugriff auf dich nicht mehr funktioniert, weil du dich getrennt hast, greift der Täter auf materielle und existenzielle Mittel zurück. Geld, gemeinsame Verträge und die Bürokratie des Rechtssystems sind hervorragende Instrumente, um dich weiterhin an ihn zu binden, dich zu zermürben und weiterhin absolute Macht über deinen Alltag auszuüben.

Warum es so wehtut: Es schürt nackte, existenzielle Panik. Der Kampf um das grundlegende finanzielle Überleben raubt dir exakt die Energie und Ruhe, die du eigentlich so dringend bräuchtest, um dich emotional von der toxischen Beziehung zu erholen und dir ein neues, sicheres Leben aufzubauen.

4. Plötzliche, extreme Liebesbekundungen und inszenierte Reue

Mitten in der kältesten und grausamsten Trennungsphase taucht der Narzisst plötzlich wieder auf. Er weint bittere Tränen, schwört hoch und heilig, dass er all seine Fehler eingesehen hat, und verspricht dir exakt das friedliche, liebevolle Leben, das du dir all die Jahre verzweifelt gewünscht hast. Er beteuert, dass er sich nun professionelle Hilfe suchen und eine Therapie machen will, weil du die absolute Liebe seines Lebens bist und er ohne dich nicht existieren kann.

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Was dahinter steckt: Aus psychologischer Sicht ist dies in den allermeisten Fällen keine echte, tiefgründige Einsicht. Es ist der kalkulierte Versuch, dich wieder in seinen Wirkungskreis zurückzuziehen. Manipulative Menschen tun dies reflexartig, wenn sie merken, dass du nun wirklich emotional loslässt, oder wenn ihre neuen Quellen für Aufmerksamkeit (wie andere Partnerinnen) überraschend weggebrochen sind. 

Sobald du wieder in der Beziehung bist, die emotionale Sicherheit wiederhergestellt ist und der Alltag einkehrt, fällt die Maske unweigerlich wieder ab und das alte, toxische Verhalten kehrt oft noch schlimmer zurück als zuvor.

Warum es so wehtut: Dieses Verhalten spielt auf grausamste Weise mit deiner tiefsten Sehnsucht. Du hast jahrelang auf genau diesen einen Moment der Einsicht und Veränderung gewartet. Wenn er dann scheinbar authentisch vor dir steht, keimt sofort massive Hoffnung in dir auf, was das endgültige, notwendige Loslassen unfassbar schwer und qualvoll macht.

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5. Die rücksichtslose Instrumentalisierung gemeinsamer Kinder

Wenn ihr gemeinsame Kinder habt, werden diese nach der Trennung häufig völlig rücksichtslos als Schachfiguren missbraucht. Er redet vor den Kindern schlecht über dich, versucht sie subtil oder offensichtlich auf seine Seite zu ziehen. Er bricht absichtlich alle Erziehungsregeln, um der „coole, grenzenlose“ Elternteil zu sein, sagt Verabredungen mit den Kindern im letzten Moment ab, um dich zu ärgern, oder droht dir permanent mit dem Entzug des Sorgerechts.

Was dahinter steckt: Der Narzisst weiß absolut genau, dass die Kinder dein größter, verwundbarster Punkt sind. Da er dich direkt vielleicht nicht mehr treffen oder manipulieren kann, weil du auf Distanz gegangen bist, nutzt er ganz gezielt die Menschen, die du am meisten liebst, um dir Schmerzen zuzufügen. 

Die Kinder werden nicht als eigenständige kleine Wesen mit Bedürfnissen gesehen, sondern als funktionale Werkzeuge im Krieg gegen dich.

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Warum es so wehtut: Es ist die grausamste und unerträglichste Form der Grenzverletzung. Als Mutter musst du hilflos zusehen, wie unschuldige Kinder in einen toxischen Erwachsenenkonflikt hineingezogen und emotional schwer beschädigt werden, während dir oft juristisch oder praktisch die Hände gebunden sind, um sie sofort davor zu schützen.

6. Gezielte Provokation auf Knopfdruck, bis du die Fassung verlierst

Er weiß nach der langen gemeinsamen Zeit ganz genau, wo deine sensibelsten wunden Punkte liegen. Er wird dir Textnachrichten schreiben oder sich bei persönlichen Aufeinandertreffen (zum Beispiel bei der Übergabe der Kinder) exakt so verhalten, dass er dich gezielt, aber extrem subtil provoziert. 

Er selbst bleibt dabei nach außen hin oft völlig ruhig, kühl und sachlich. Wenn du dann aus purer Erschöpfung, Wut und tiefer Verzweiflung laut wirst, schreist oder in Tränen ausbrichst, nutzt er exakt diese Reaktion gegen dich.

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Was dahinter steckt: Er provoziert dich mit voller Absicht, um eine emotionale Explosion bei dir auszulösen. Deine völlig gerechtfertigte Wut über seinen anhaltenden Missbrauch wird dann von ihm eiskalt umgedeutet: „Schaut her, seht ihr, wie aggressiv, hysterisch und unberechenbar sie ist? Ich stehe nur ruhig hier. Ich bin das eigentliche Opfer.“ 

Warum es so wehtut: Du fühlst dich am Ende schuldig und schämst dich zutiefst für dein eigenes Verhalten. Der Narzisst treibt dich methodisch in die Enge, und wenn du dich nach langem Ertragen endlich wehrst, bist du in seinen Augen und oft auch in den Augen von Außenstehenden, die den Kontext nicht kennen, plötzlich die Täterin.

7. Eiskalter Entzug und völlige Ignoranz als Strafe

Eine weitere, stark verbreitete Methode ist das komplette Gegenteil der ständigen Einmischung: Er ignoriert dich völlig. Auf wichtige, dringende Fragen, auf E-Mails bezüglich der anstehenden Scheidung oder wichtiger kindbezogener Themen reagiert er wochenlang einfach nicht. Er blockiert dich überall, taucht komplett ab und lässt dich in absoluter, lähmender Ungewissheit zurück.

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Was dahinter steckt: Absichtliches Schweigen ist in der Psychologie als eine sehr effektive Form der emotionalen Bestrafung und der passiven Aggression bekannt. Der Narzisst entzieht dir bewusst wichtige Informationen und die Möglichkeit zur Klärung, weil er weiß, dass dich das in der Luft hängen lässt. 

Durch sein Schweigen diktiert er allein das Tempo, wann, wie und ob überhaupt kommuniziert wird. Er behält die absolute Kontrolle über die Situation.

Warum es so wehtut: Es verweigert dir jeden normalen menschlichen Abschluss. Du wirst nicht wie ein Mensch mit Gefühlen behandelt, sondern wie ein lästiger Gegenstand, der einfach aussortiert wurde. Dieses Verhalten zielt exakt darauf ab, dass du dich extrem wertlos, unsichtbar und unbedeutend fühlst.

8. Das sofortige, demonstrative Präsentieren einer neuen Partnerin

Oftmals nur Tage oder wenige Wochen nach der Trennung hat er eine neue Frau an seiner Seite. Und er sorgt ganz gezielt dafür, dass du davon erfährst. Er postet ununterbrochen überschwänglich glückliche Bilder in den sozialen Medien, nimmt sie mit zu Orten, von denen er weiß, dass du dort bist, und inszeniert öffentlich das perfekte, makellose Liebesglück.

Was dahinter steckt: Manipulative, stark narzisstische Menschen können nicht alleine sein; sie brauchen permanent Bewunderung und Bestätigung von außen, um ihre immense innere Leere zu füllen. Die neue Partnerin ist in den meisten Fällen keine große Liebe, sondern lediglich ein Mittel zum Zweck, eine neue emotionale Energiequelle. Das öffentliche Zurschaustellen dient einzig und allein dem Ziel, dich tief zu verletzen und sich selbst vor der Welt als der begehrte „Gewinner“ der Trennung darzustellen.

Warum es so wehtut: Es gibt dir das furchtbare Gefühl, in all den Jahren völlig austauschbar gewesen zu sein. Du fragst dich quälend, ob mit der neuen Frau nun plötzlich alles besser wird und ob das Problem in eurer Beziehung am Ende doch die ganze Zeit bei dir lag. (Die Realität ist: Das toxische Muster wird sich bei der neuen Frau exakt so wiederholen, nur in einer neuen Verpackung).

9. Stalking und die absolute Missachtung deiner persönlichen Grenzen

Obwohl die Beziehung offiziell und deutlich vorbei ist, taucht er unangekündigt an deiner Wohnung oder an deinem Arbeitsplatz auf. Er ruft ständig an, auch mitten in der Nacht, schickt unzählige, oft wirre Nachrichten oder beobachtet deine Social-Media-Kanäle minuziös über gefälschte Profile. Deine klare, ausdrückliche Bitte, ab sofort in Ruhe gelassen zu werden, ignoriert er völlig.

Was dahinter steckt: Für Menschen mit diesem Persönlichkeitsprofil existieren die Grenzen anderer Menschen schlichtweg nicht. In seiner verdrehten Wahrnehmung gehörst du gewissermaßen immer noch zu ihm, wie ein Besitz. 

Ein klares „Nein“ deinerseits wird von ihm nicht als dein persönliches, unantastbares Recht akzeptiert, sondern als direkte Provokation und Beleidigung empfunden, die er mit aller Macht durchbrechen muss, um seine Überlegenheit und Kontrolle wieder zu beweisen.

Warum es so wehtut: Es raubt dir das essenzielle Gefühl von Sicherheit in deinem eigenen Leben. Du bist in ständiger Alarmbereitschaft, zuckst bei jedem Handyklingeln zusammen, dein Nervensystem kommt keine Sekunde zur Ruhe und du fühlst dich in deinem eigenen Alltag regelrecht gejagt und bedroht.

Was unter der Oberfläche wirklich passiert und warum du nicht schuld bist

Wenn du all diese Punkte liest, spürst du vielleicht, wie sich Erschöpfung, unendliche Traurigkeit und auch eine tiefe, gerechte Wut in dir ausbreiten. Das ist völlig normal und absolut berechtigt. Die Verhaltensweisen, die dir angetan wurden und vielleicht aktuell noch angetan werden, sind keine normalen Begleiterscheinungen einer Trennung. Es sind gravierende Formen von emotionaler und psychischer Gewalt.

Es ist für deinen eigenen Heilungsprozess extrem wichtig, den wahren Mechanismus hinter seinem Verhalten zu begreifen. Ein Mensch, der emotional gesund und reif ist, reflektiert nach einer Trennung. Er spürt Schmerz, sucht vielleicht nach Kompromissen oder zieht sich respektvoll zurück, um zu heilen. Der manipulative, stark egozentrische, narzisstische Mensch hingegen befindet sich nicht in einem Heilungsprozess, er befindet sich im Krieg. 

Tief im Inneren ist das wahre Selbstwertgefühl solcher Personen extrem gering, leer und brüchig. Ihre gesamte Existenz, ihr Auftreten nach außen, baut auf einer künstlichen Illusion von Grandiosität, Kontrolle und absoluter Fehlerlosigkeit auf. Wenn du diese Person verlässt oder wenn sie dich verlässt, weil sie spürt, dass du dich nicht mehr widerstandslos kontrollieren lässt, zerschmetterst du diese Illusion. 

Um diesen unerträglichen inneren Schmerz der Bedeutungslosigkeit nicht spüren zu müssen, wird die gesamte Wut nach außen projiziert. Der Versuch, dich zu zerstören, ist sein verzweifelter, zutiefst toxischer Weg, sich selbst zu stabilisieren. Er muss dich klein machen, um sich selbst groß zu fühlen.

Deine Erinnerungen sind echt.

Sehr viele Frauen in deiner Situation suchen den Fehler über Monate oder Jahre hinweg permanent bei sich selbst. Sie analysieren jedes eigene Wort, jede Situation: „Hätte ich ruhiger bleiben sollen?“, „Habe ich ihn durch meine Art provoziert?“, „Bin ich wirklich so schwierig und kompliziert, wie er es allen erzählt?“. 

Bitte lies diesen Satz sehr aufmerksam und lass ihn tief wirken: Nichts, aber auch gar nichts, was du hättest tun, sagen oder ändern können, hätte dieses Verhalten verhindert. Der Fehler liegt ausschließlich in der fehlenden Beziehungs- und Konfliktfähigkeit deines Ex-Partners, nicht in dir. 

Du hast versucht, eine erwachsene, liebevolle Beziehung auf Augenhöhe zu führen. Er hat von Anfang an ein Machtspiel gespielt, bei dem du von vornherein nur verlieren konntest. Du trägst absolut keine Schuld an seinem Missbrauch.

Wie du dich schützt und heilst

Wie schützt du dich nun in der Praxis? Der einzige wirksame Weg, diesen Zerstörungszyklus endgültig zu unterbrechen, ist der absolute Entzug deiner Aufmerksamkeit und deiner emotionalen Reaktionen. Für den Narzisst ist jede Reaktion von dir, egal ob Liebe, Wut, Tränen oder Erklärungen, eine Bestätigung seiner Macht. Nimm ihm diese Macht.

1. Strikte und konsequente Kontaktbeschränkung

Wo immer es irgendwie möglich ist, kappe jede einzelne Verbindung. Blockiere seine Telefonnummern, seine E-Mail-Adressen und all seine Social-Media-Profile. Wenn ihr wegen gemeinsamer Kinder oder laufender juristischer Prozesse Kontakt haben müsst, halte diesen rein sachlich, extrem kurz und ausschließlich schriftlich. 

Lass dich unter keinen Umständen auf Diskussionen über die Vergangenheit ein. Kommuniziere mit ihm ab sofort so emotionslos und neutral wie mit einem unhöflichen, fremden Geschäftspartner.

2. Grenzen setzen und lückenlos dokumentieren

Erkläre dich ihm gegenüber nie wieder. Setze glasklare Grenzen. Wenn es zu Drohungen, Stalking, übler Nachrede oder finanziellem Betrug kommt, zögere keine Sekunde, rechtliche Hilfe, Anwälte oder Beratungsstellen für Frauen in Anspruch zu nehmen. 

Dokumentiere akribisch jede seiner Ausfälligkeiten. Mache Screenshots von Nachrichten, hebe Mails auf und führe ein Protokoll. Diese Beweise sind wichtig, falls du dich juristisch zur Wehr setzen musst.

3. Gib dein Rechtfertigungsbedürfnis komplett auf

Versuche nicht mehr, ihn von deiner Sichtweise zu überzeugen. Er wird dich niemals verstehen wollen, weil er es kognitiv und emotional nicht kann. Und noch viel wichtiger: Verbrauche deine kostbare Energie nicht damit, sein manipuliertes Umfeld zu bekehren. 

Die wahren Freunde, die dich wirklich kennen, werden bei dir bleiben und dir glauben; die anderen, die blind seinen Lügen folgen, darfst du getrost aus deinem Leben verabschieden.

4. Heile dein alarmiertes Nervensystem

Dein Körper war in dieser Beziehung vermutlich jahrelang im ständigen Überlebensmodus, gefangen zwischen Kampf, Flucht oder Erstarren. Suche dir professionelle psychologische Unterstützung durch Therapien, schließe dich Selbsthilfegruppen an oder tausche dich in Frauen-Communitys aus, die aus eigener Erfahrung genau wissen, wovon du sprichst. 

Du musst aktiv wieder lernen, deinem eigenen Bauchgefühl, deiner Intuition und deiner eigenen Wahrnehmung zu vertrauen. Körperarbeit, Atemübungen und Ruhe sind jetzt deine wichtigsten Begleiter.

Eine Trennung von einer derart toxischen, manipulativen Person fühlt sich anfangs nicht wie normaler Liebeskummer an, sondern wie ein harter körperlicher und seelischer Entzug. Es wird zweifellos Tage geben, an denen du weinst, an dir zweifelst und dich unendlich leer fühlst. 

Aber mit jedem einzelnen Tag, an dem du nicht auf seine Provokationen reagierst, mit jedem Tag, an dem du dich weigerst, seine Lügen als deine Realität zu akzeptieren, holst du dir ein großes Stück deiner eigenen Macht zurück. 

Der Versuch, dich zu zerstören, wird letztendlich scheitern. Denn all das, was er dir nehmen wollte, deine tiefe Empathie, deine Fähigkeit zur echten Liebe, deine innere Wärme und deine enorme Stärke, sind exakt die Eigenschaften, die dir jetzt helfen werden, aus dieser dunklen Erfahrung neu, authentisch und absolut unzerbrechlich hervorzugehen. 

Du hast das Schlimmste bereits überstanden, auch wenn es sich jetzt noch nicht so anfühlt. Ab heute baust du dein Leben wieder auf und zwar ausschließlich nach deinen eigenen, gesunden Regeln.

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